Badsanierung Kosten 2026: Was Sie wirklich einplanen müssen
Sie stehen morgens in Ihrem Bad und denken: „Das muss sich ändern"? Damit sind Sie nicht allein. Jedes Jahr sanieren Hunderttausende Deutsche ihr Badezimmer – und die meisten unterschätzen dabei die Kosten. Hier erfahren Sie, was 2026 wirklich auf Sie zukommt.
Die ehrliche Kostenübersicht
Vergessen Sie die Werbeversprechen von „Badsanierung ab 5.000 €". Hier sind die realistischen Zahlen, die wir bei unseren Projekten in Augsburg, Ulm und der Region sehen:
Bezogen auf den Quadratmeter liegen wir bei 900 bis 3.500 €/m². Das hängt stark davon ab, ob nur Oberflächen getauscht werden oder auch die Leitungen neu müssen.
Wo das Geld wirklich hingeht
Eine Badsanierung setzt sich aus vielen einzelnen Posten zusammen. Wenn Sie verstehen, was wie viel kostet, können Sie gezielt sparen:
Typische Kostenverteilung (9 m² Bad)
Sie wollen nicht alles neu? Teilsanierungen im Überblick
Manchmal reicht es, gezielt einzelne Elemente zu tauschen. Das geht deutlich schneller und günstiger:
| Maßnahme | Kosten inkl. Montage | Dauer |
|---|---|---|
| Waschbecken tauschen | 200 – 2.000 € | 2-4 Stunden |
| WC tauschen (Stand → Hänge) | 400 – 1.200 € | 4-6 Stunden |
| Badewanne → Dusche | 2.500 – 6.000 € | 2-3 Tage |
| Bodengleiche Dusche | 3.000 – 5.000 € | 3-4 Tage |
| Fußbodenheizung nachrüsten | 60 – 130 €/m² | 1-2 Tage + Trocknung |
Der Umstieg von Badewanne auf bodengleiche Dusche ist der häufigste Einzelumbau – und meist die beste Investition. Sie gewinnen Platz, schaffen Barrierefreiheit und erhöhen den Wohnwert.
Barrierefreies Bad: Aktuelle Fördermöglichkeiten
Wer sein Bad altersgerecht umbaut, kann ordentlich Förderung mitnehmen. Alle Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber Barrierefreies Bad: Kosten & Förderung. Das lohnt sich auch, wenn Sie noch nicht in dem Alter sind – irgendwann ist jeder froh über eine bodengleiche Dusche.
- • Programm seit 01.01.2025 eingestellt
- • Neuauflage ab Frühjahr 2026 geplant (50 Mio. € Budget)
- • Aktuell: KfW-Kredit 159 (zinsgünstig, bis 50.000 €)
- • Pro Person mit Pflegegrad
- • Bei 2 Personen: bis 8.000 €
- • Formloser Antrag genügt
Zusätzlich können Sie 20% der Handwerkerkosten steuerlich absetzen – das sind bis zu 1.200 € Ersparnis pro Jahr.
Die versteckten Kosten – das sagt Ihnen keiner
Jetzt wird's ehrlich: Fast jede Badsanierung wird teurer als geplant. Nicht weil die Handwerker Sie abzocken, sondern weil unter den alten Fliesen oft Überraschungen warten.
- Schimmel hinter Fliesen: 500 – 2.000 € Sanierung
- Marode Rohre: 1.000 – 3.000 € für neue Leitungen
- Elektrik nicht normkonform: 800 – 1.500 € Nachrüstung
- Estrich beschädigt: 1.000 – 2.500 € für Ausbesserung
Unser Rat: Planen Sie 15-20% Puffer ein. Bei einem 15.000 €-Bad also 2.500 – 3.000 € Reserve. Brauchen Sie's nicht – umso besser. Aber Sie werden nicht böse überrascht.
So sparen Sie clever (ohne bei der Qualität zu sparen)
Alte Fliesen selbst abschlagen, Malerarbeiten übernehmen. Spart 10-20% der Handwerkerkosten. Aber: Elektrik und Sanitär IMMER dem Fachbetrieb überlassen!
Moderne Feinsteinzeugfliesen sehen aus wie Marmor, kosten aber nur ein Drittel. Und sind pflegeleichter!
Ein Ansprechpartner koordiniert alles. Das spart 30-50% Bauzeit und verhindert teure Leerlaufzeiten zwischen den Gewerken.
Sanitärhändler geben auf Ausstellungsstücke oft 40-50% Rabatt. Kleine Kratzer sieht nach der Montage niemand mehr.
Zeitplan: So lange dauert's wirklich
Die reine Bauzeit hängt von der Badgröße ab. Aber vergessen Sie nicht die Planungsphase – die ist mindestens genauso wichtig.
Bauzeit nach Größe
- • Kleines Bad (bis 6 m²): 10-14 Tage
- • Mittleres Bad (7-12 m²): 15-20 Tage
- • Großes Bad (über 12 m²): 20-25 Tage
Nicht vergessen
- • Planung & Angebote: 2-6 Wochen vorher
- • Materialbestellung: 4-6 Wochen vorher
- • Trocknungszeiten: 1-2 Wochen extra
Realistische Beispielrechnung
So sah die Kalkulation für ein 9 m² Bad eines unserer Kunden in Bobingen aus:
| Position | Kosten |
|---|---|
| Abriss & Entsorgung | 1.200 € |
| Sanitärinstallation | 4.500 € |
| Fliesen (Material + Verlegung) | 3.600 € |
| Elektrik & Beleuchtung | 1.000 € |
| Malerarbeiten | 600 € |
| Badmöbel & Ausstattung | 4.000 € |
| Nebenkosten (Silikon, Kleber, etc.) | 500 € |
| Gesamtkosten | 15.400 € |
Unser Fazit: Lohnt sich die Investition?
Ein neues Bad steigert den Wohnkomfort täglich – und den Immobilienwert um 3-5%. Als Sanitär-Fachbetrieb übernehmen wir die komplette Koordination Ihrer Badsanierung. Tipps zur Planung finden Sie auch in unserem Ratgeber: Barrierefreies Bad planen.
Badsanierung mit Heizungsmodernisierung kombinieren?
Wenn sowieso die Handwerker im Haus sind: Viele unserer Kunden modernisieren gleichzeitig ihre Heizung. Das spart Aufwand und Kosten – und Sie profitieren von der BEG-Förderung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet eine Badsanierung 2026 pro Quadratmeter?
Die Kosten liegen zwischen 900 und 3.500 Euro pro m², je nach Ausstattung und Umfang. Basis-Standard (funktional, einfache Materialien) kostet 900-1.300 Euro/m², mittlerer Standard mit hochwertigen Fliesen und bodengleicher Dusche 1.300-2.200 Euro/m², Luxus-Standard mit Naturstein und Smart-Funktionen 2.200-3.500 Euro/m². Wichtig: Wenn Leitungen erneuert werden müssen, wird es teurer.
Wie lange dauert eine Badsanierung?
Die reine Bauzeit beträgt 10-25 Tage je nach Größe: Kleines Bad bis 6 m² dauert 10-14 Tage, mittlere Bäder (7-12 m²) 15-20 Tage, große Bäder über 12 m² etwa 20-25 Tage. Hinzu kommen Planungszeit (2-6 Wochen), Materialbestellung (4-6 Wochen) und Trocknungszeiten (1-2 Wochen). Planen Sie insgesamt 2-3 Monate von der ersten Planung bis zur Fertigstellung ein.
Kann ich während der Sanierung im Haus wohnen bleiben?
Ja, bei einem Einfamilienhaus mit zweitem WC ist das problemlos möglich. Bei nur einem Bad ist es unbequem, aber machbar – viele nutzen eine Camping-Dusche oder Nachbarn helfen aus. Die Handwerker arbeiten meist von 7-16 Uhr, danach haben Sie Ruhe. Staub und Lärm sind unvermeidbar, aber mit guter Abdeckung der Durchgänge bleibt der Rest des Hauses relativ sauber.
Welche Förderung gibt es für Badsanierung?
Das KfW-Zuschussprogramm 455-B (12,5%, max. 6.250 Euro) wurde zum 01.01.2025 eingestellt und soll ab Frühjahr 2026 mit 50 Mio. Euro Budget neu aufgelegt werden. Aktuell steht der KfW-Kredit 159 (zinsgünstig, bis 50.000 Euro) für barrierefreie Umbauten zur Verfügung. Bei Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.000 Euro pro Person (bei zwei Personen bis 8.000 Euro). Zusätzlich können Sie 20% der Handwerkerkosten steuerlich absetzen (max. 1.200 Euro/Jahr).
Was steigert den Immobilienwert am meisten?
Eine bodengleiche Dusche ist die beste Investition – sie macht das Bad modern, barrierefrei und größer wirkend. Auch wichtig: hochwertige Armaturen (fallen sofort auf), gute Beleuchtung und ein großzügiger Waschtisch. Ein neues Bad steigert den Immobilienwert um 3-5%. Bei einem 300.000-Euro-Haus sind das 9.000-15.000 Euro – ein Großteil der Investition wird also zurückgeholt.
Welche Fliesen sind 2026 am besten?
Feinsteinzeug in Holz- oder Natursteinoptik ist der aktuelle Standard. Es sieht aus wie Marmor oder Parkett, kostet aber nur ein Drittel und ist deutlich pflegeleichter. Großformate (60x120 cm oder größer) sind modern und reduzieren Fugen. Empfehlung: Rutschfeste Fliesen mit R10 oder R11 für Dusche und Boden. Fliesen mit 30x60 cm kosten ab 20 Euro/m², Großformate ab 40 Euro/m².
Was sind versteckte Kosten bei Badsanierung?
Häufige Zusatzkosten, die erst beim Abriss sichtbar werden: Schimmel hinter Fliesen (500-2.000 Euro Sanierung), marode Rohre (1.000-3.000 Euro für neue Leitungen), nicht normkonforme Elektrik (800-1.500 Euro Nachrüstung) und beschädigter Estrich (1.000-2.500 Euro). Planen Sie daher 15-20% Puffer ein. Bei einem 15.000-Euro-Bad also 2.500-3.000 Euro Reserve.
Lohnt sich eine Kombination mit Heizungstausch?
Absolut, wenn die Heizung ohnehin ansteht. Sie sparen Anfahrtskosten, Baustelleneinrichtung und Koordinationsaufwand. Zudem gibt es für Heizungstausch die BEG-Förderung (30-70%), die Sie mit der KfW-Barrierefreiheit kombinieren können. Besonders sinnvoll: Fußbodenheizung im Bad mit neuer Wärmepumpe kombinieren. Viele unserer Kunden nutzen die Gelegenheit für beide Maßnahmen gleichzeitig.
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