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Solarthermie Kosten 2026: Förderung

HeizCenter Redaktion10. Februar 202614 Min. Lesezeit
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KfW
Warmwasser
Heizung

Kostenlose Wärme vom Dach – klingt verlockend, oder? Solarthermie macht genau das möglich: Sie nutzen die Sonne, um Ihr Warmwasser zu erhitzen und im Winter sogar die Heizung zu unterstützen. Aber lohnt sich das wirklich? Und was kostet der Spaß?

✓ Über 200 Solarthermie-Anlagen installiert ✓ Kostenlose Dachprüfung inklusive ✓ KfW-Förderung garantiert

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, was Solarthermie 2026 kostet, wann sie sich lohnt – und wann Photovoltaik vielleicht die bessere Wahl ist. Mit echten Zahlen aus unserer Region.

Was kostet eine Solarthermie-Anlage?

Die Kosten hängen davon ab, ob Sie nur Warmwasser erzeugen oder auch die Heizung unterstützen möchten. Hier die aktuellen Preise inklusive Montage:

☀️

Nur Warmwasser

3.000 – 6.000 €

  • • 4-6 m² Kollektorfläche
  • • 300 Liter Speicher
  • • Deckt 50-60% des Warmwassers
  • • Sommer: 100% solar
🔥☀️

Warmwasser + Heizung

8.000 – 17.000 €

  • • 10-15 m² Kollektorfläche
  • • 750-1.000 Liter Pufferspeicher
  • • Deckt 20-30% der Heizung
  • • Ideal in Übergangszeit

Als Faustregel können Sie mit 500 bis 750 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche rechnen – inklusive aller Komponenten und der Installation.

Praxisbeispiel: Familie Kraus aus Königsbrunn

Einfamilienhaus, 4 Personen, bestehende Gasheizung. 6 m² Flachkollektoren für Warmwasser, 300-Liter-Speicher. Gesamtkosten: 4.800 €. Nach 30% KfW-Förderung: 3.360 € Eigenanteil. Ersparnis: ca. 280 €/Jahr an Gaskosten.

Hinweis zur Mindestgröße

Für die KfW-Förderung gilt: Flachkollektoren müssen mindestens 7 m² groß sein, Vakuumröhrenkollektoren mindestens 7 m². Kleinere Anlagen erhalten keine staatliche Förderung.


Kostenaufstellung im Detail

Solarthermie für Warmwasser (4 Personen)

Flachkollektoren (6 m²) 1.800 – 3.000 €
Warmwasserspeicher (300 L) 800 – 1.200 €
Regelung + Pumpengruppe 400 – 700 €
Installation + Montage 1.000 – 1.800 €
Gesamtkosten brutto 4.000 – 6.700 €

Flachkollektoren vs. Röhrenkollektoren

Diese Frage höre ich oft. Hier meine ehrliche Einschätzung:

Flachkollektoren

300 – 500 €/m²

  • Wirkungsgrad: 60-75%
  • Platzbedarf: ca. 1,5 m²/Person
  • Lebensdauer: 25-30 Jahre
  • Ideal für: Süddächer ohne Verschattung

✓ Unsere Empfehlung für die meisten Fälle

Röhrenkollektoren

500 – 800 €/m²

  • Wirkungsgrad: 70-85%
  • Platzbedarf: ca. 1 m²/Person
  • Lebensdauer: 20-25 Jahre
  • Ideal für: Ost/West-Dächer, wenig Platz

Sinnvoll bei begrenzter Dachfläche

Mein Tipp: In 90% der Fälle reichen Flachkollektoren völlig aus. Die sind günstiger, robuster und halten länger. Röhrenkollektoren empfehle ich nur, wenn das Dach nach Osten oder Westen zeigt oder sehr wenig Platz vorhanden ist.


Voraussetzungen fürs Dach

Bevor wir weitermachen – nicht jedes Dach ist geeignet:

✓ Geeignet

  • Ausrichtung: Süd, Südost, Südwest
  • Dachneigung: 30-60° (optimal: 45°)
  • Keine Verschattung durch Bäume, Nachbarhäuser
  • Mindestens 5-6 m² freie Fläche

✗ Schwierig

  • Norddach (unter 20% Ertrag)
  • Starke Verschattung (Schornstein, Gauben)
  • Flachdach ohne Aufständerung
  • Denkmalschutz (Genehmigung nötig)

Lohnt sich Solarthermie bei Ihrem Dach?

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Förderung 2026: Bis zu 70% vom Staat

Seit Januar 2024 läuft die Heizungsförderung über die KfW statt über das BAFA. Die Fördersätze sind attraktiv – aber an Bedingungen geknüpft.

Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Dazu kommen zwei mögliche Boni:

Der Klimageschwindigkeitsbonus bringt zusätzliche 20 Prozent, wenn Sie eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzen. Der Einkommensbonus von 30 Prozent steht Haushalten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro zu.

Theoretisch ergibt das 80 Prozent – die KfW deckelt aber bei maximal 70 Prozent. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro begrenzt (60.000 Euro, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegt).

Anlage Kosten 30% Förderung 70% Förderung
Warmwasser (klein) 8.000 Euro 5.600 Euro Eigenanteil 2.400 Euro Eigenanteil
Kombi-Anlage 14.000 Euro 9.800 Euro Eigenanteil 4.200 Euro Eigenanteil
Premium-System 18.000 Euro 12.600 Euro Eigenanteil 5.400 Euro Eigenanteil

Wichtig: Antrag vor Vertragsabschluss

Sie müssen den KfW-Antrag stellen, bevor Sie den Installateur beauftragen. Nachträgliche Anträge werden ohne Prüfung abgelehnt. Der Bewilligungszeitraum beträgt 36 Monate.

Alternative: Steuerbonus §35c

Wer die KfW-Förderung nicht nutzen kann oder möchte, kann die Kosten steuerlich absetzen. Nach §35c EStG sind bis zu 20 Prozent der Investition absetzbar, verteilt auf drei Jahre. Das ist weniger als die KfW-Förderung, aber ohne Vorab-Antrag möglich.


Laufende Kosten

Solarthermie-Anlagen sind wartungsarm. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei etwa 150 Euro.

Darin enthalten sind die Stromkosten für die Umwälzpumpe (15–25 Euro für 50–80 kWh) und die empfohlene jährliche Wartung (100–150 Euro). Diese umfasst die Sichtprüfung der Kollektoren, Kontrolle des Anlagendrucks und der Solarflüssigkeit sowie eine Funktionsprüfung der Regelung.

Alle fünf bis zehn Jahre steht ein Wechsel der Solarflüssigkeit an (200–400 Euro). Nach 10 bis 15 Jahren kann ein Pumpentausch nötig werden (200–400 Euro). Diese Kosten fallen aber nicht regelmäßig an.


Wirtschaftlichkeit: Die ehrliche Rechnung

Hier wird es interessant – und hier trennt sich auch die Spreu vom Weizen. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark davon ab, welche Heizung Sie aktuell haben und welche Förderung Sie erhalten.

Warmwasser-Anlage: Einsparungen

Eine Solarthermie-Anlage deckt etwa 60 Prozent des Warmwasserbedarfs – von Mai bis September sogar nahezu komplett, im Winter nur 20 bis 30 Prozent.

Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit Gasheizung (Warmwasserbedarf 3.000 kWh, Gaspreis 10 Cent/kWh) sparen Sie rund 180 Euro Gaskosten pro Jahr. Abzüglich der Betriebskosten bleiben etwa 150 Euro netto.

Mit einer Ölheizung (15 Cent/kWh) sind es rund 250 Euro netto pro Jahr.

Kombi-Anlage: Einsparungen

Eine Kombi-Anlage deckt zusätzlich etwa 20 bis 30 Prozent des Heizwärmebedarfs. Bei einem Einfamilienhaus mit 18.000 kWh Gesamtverbrauch (Gasheizung) ergibt das eine Einsparung von rund 480 Euro brutto. Nach Abzug der höheren Wartungskosten bleiben etwa 280 Euro netto pro Jahr.

Amortisationszeit: Realistische Zahlen

Hier liegt der Knackpunkt. Ohne die maximale Förderung rechnet sich Solarthermie nur über sehr lange Zeiträume:

Szenario Eigenanteil Ersparnis/Jahr Amortisation
Warmwasser, 30% Förderung, Gas 5.600 Euro 150 Euro 37 Jahre
Warmwasser, 70% Förderung, Öl 2.400 Euro 250 Euro 10 Jahre
Kombi + Wärmepumpe, 50% Förderung 20.000 Euro 1.800 Euro 11 Jahre
Kombi + Wärmepumpe, 70% Förderung 12.000 Euro 1.800 Euro 7 Jahre

Die Lebensdauer einer Solarthermie-Anlage liegt bei 25 bis 30 Jahren. Bei günstigen Rahmenbedingungen (hohe Förderung, teure bestehende Heizung) arbeitet die Anlage also 15 bis 20 Jahre im Plus.


Solarthermie oder Photovoltaik?

Das ist die Gretchenfrage – und ich werde oft danach gefragt. Hier meine ehrliche Meinung:

Solarthermie ist besser, wenn…

  • ✓ Sie keine Wärmepumpe haben (Gas, Öl, Pellet)
  • ✓ Ihr Warmwasserverbrauch hoch ist (große Familie)
  • ✓ Die Dachfläche begrenzt ist (Solarthermie braucht weniger Platz für Wärme)
  • ✓ Sie eine Pelletheizung planen (Fördervoraussetzung!)

Photovoltaik ist besser, wenn…

  • ✓ Sie eine Wärmepumpe haben oder planen
  • ✓ Sie auch Strom selbst verbrauchen (E-Auto, Haushalt)
  • ✓ Die Dachfläche groß genug ist
  • ✓ Sie Einspeisevergütung mitnehmen wollen

Mein Fazit: In Kombination mit einer Wärmepumpe würde ich heute eher auf PV setzen – die Wärmepumpe nutzt den Strom direkt zur Wärmeerzeugung. Bei Gas- oder Pelletheizung ist Solarthermie nach wie vor eine clevere Ergänzung.


Kombination mit anderen Heizungen

Solarthermie lässt sich mit fast jeder Heizung kombinieren:

+ Gasheizung

Klassiker. Reduziert Gasverbrauch um 20-30%. Im Sommer läuft die Gastherme oft gar nicht.

+ Pelletheizung

Wichtig! Für den Klimabonus muss Warmwasser solar abgedeckt sein. Perfekte Kombination.

+ Wärmepumpe

Funktioniert, aber PV ist meist sinnvoller. Entlastet die WP im Sommer.

+ Ölheizung

Verlängert Tanklaufzeit erheblich. Gute Übergangslösung bis zur Heizungsmodernisierung.


Für wen lohnt sich Solarthermie?

Nach dieser Analyse lässt sich klar sagen, in welchen Fällen Solarthermie wirtschaftlich sinnvoll ist – und in welchen nicht.

Solarthermie ist sinnvoll, wenn:

Sie eine alte Öl- oder Gasheizung (älter als 20 Jahre) ersetzen und damit den Klimageschwindigkeitsbonus erhalten. Die Kombination mit einer neuen Wärmepumpe ist der wirtschaftlich beste Fall.

Ihr Dach nach Süden ausgerichtet ist (Abweichung bis 30 Grad ist akzeptabel) und keine Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude vorliegt.

Sie langfristig in der Immobilie bleiben – mindestens 15 bis 20 Jahre, um die Investition zu amortisieren.

Solarthermie ist weniger sinnvoll, wenn:

Sie nur die Grundförderung von 30 Prozent erhalten. Die Amortisationszeiten von über 30 Jahren sind dann zu lang.

Ihr Dach nach Norden ausgerichtet oder stark verschattet ist. Der Ertrag sinkt dann so weit, dass sich die Investition nicht rechnet.

Sie bereits eine moderne Brennwertheizung haben und keinen Heizungstausch planen. Die zusätzliche Förderung entfällt, und die Einsparungen sind zu gering.

Die verfügbare Dachfläche begrenzt ist. In diesem Fall ist Photovoltaik oft die bessere Wahl, weil der erzeugte Strom vielseitiger nutzbar ist.

Kostenlose Dachprüfung

Wir schauen uns Ihr Dach an und sagen Ihnen ehrlich, ob Solarthermie bei Ihnen Sinn macht – oder ob PV die bessere Wahl ist.

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