Wärmepumpe Kosten 2026: Kompletter Überblick
Sie überlegen, Ihre alte Heizung gegen eine Wärmepumpe zu tauschen? Mit bis zu 70% Förderung war der Zeitpunkt nie besser. Hier erfahren Sie, was eine Wärmepumpe 2026 wirklich kostet – und was nach der Förderung übrig bleibt.
Die ehrliche Kostenaufstellung
Eine aktuelle Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 echte Angebote ausgewertet. Der Durchschnitt: 36.300 Euro für eine komplett installierte Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Das klingt nach viel – nach der Förderung sieht das allerdings ganz anders aus.
| Wärmepumpen-Typ | Kosten inkl. Installation | Besonderheit |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | 27.000 – 40.000 € | Am beliebtesten, keine Erdarbeiten |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | 40.000 – 50.000 € | Inkl. Bohrung, höchste Effizienz |
| Wasser-Wasser | 40.000 – 50.000 € | Inkl. Brunnenbohrung, selten |
Was ist im Preis drin?
Ein seriöses Angebot enthält alles, was Sie für eine funktionierende Anlage brauchen:
- Das Gerät selbst (Außen- und Inneneinheit)
- Montage durch zertifizierte Fachleute
- Hydraulischer Abgleich – Pflicht für die Förderung
- Abbau und Entsorgung der alten Heizung
- Inbetriebnahme und Einweisung
Wenn ein Angebot deutlich unter 25.000 Euro liegt, fehlt oft etwas Wichtiges – zum Beispiel der hydraulische Abgleich, die Demontage oder ein ordentlicher Warmwasserspeicher. Fragen Sie genau nach!
Die Förderung macht's möglich
Hier wird es spannend. Der Staat will, dass Sie auf erneuerbare Energien umsteigen – und zahlt dafür ordentlich mit. Bis zu 70% der Kosten übernimmt die KfW. In unserem Ratgeber zur Heizungsförderung 2026 erklären wir alle Förderbausteine im Detail.
| Förderung | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30% | Alte Heizung ist mind. 2 Jahre alt |
| Klimageschwindigkeits-Bonus | +20% | Austausch von Öl-/Gas-/Kohleheizung |
| Einkommensbonus | +30% | Zu versteuerndes Einkommen unter 40.000 € |
| Effizienzbonus | +5% | Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel |
| Maximum | 70% | Gedeckelt bei 21.000 € Zuschuss |
Rechenbeispiel: Familie Müller aus Augsburg
Die Müllers tauschen ihre 25 Jahre alte Gasheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für 32.000 Euro. Beide arbeiten, das zu versteuernde Haushaltseinkommen liegt bei 65.000 Euro.
Voller Betrag aus eigener Tasche
30% Basis + 20% Geschwindigkeitsbonus
Hätten die Müllers ein Einkommen unter 40.000 Euro, käme der Einkommensbonus dazu – dann wären es nur noch 9.600 Euro Eigenanteil für eine komplett neue Heizungsanlage.
Die 20% Klimageschwindigkeits-Bonus gibt es nur noch bis Ende 2028. Danach reduziert er sich schrittweise. Wer wechseln will, sollte nicht zu lange warten.
Unsicher, welche Förderung Ihnen zusteht?
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Laufende Kosten: Was kommt danach?
Die Anschaffung ist das eine – aber was kostet der Betrieb? Hier überrascht die Wärmepumpe positiv.
| Kostenart | Jährliche Kosten | Anmerkung |
|---|---|---|
| Strom | ca. 1.200 – 1.800 € | Abhängig von Hausgröße und Dämmung |
| Wartung | 150 – 300 € | Deutlich weniger als Gasheizung |
| Schornsteinfeger | 0 € | Entfällt komplett |
| Gesamt | ca. 1.500 – 2.100 € | Oft 30-50% günstiger als Gas |
Der Clou: Bei einer guten Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl 3,5 oder höher) kostet Sie eine Kilowattstunde Wärme etwa 5-6 Cent. Zum Vergleich: Gas liegt bei 10-12 Cent, Öl bei 12-15 Cent pro kWh.
Versteckte Kosten – darauf sollten Sie achten
Ein Punkt, bei dem viele böse Überraschungen erleben: Nicht alles ist im Standardangebot enthalten.
| Mögliche Zusatzkosten | Preisspanne | Wann nötig? |
|---|---|---|
| Starkstromanschluss | 500 – 2.000 € | Wenn nicht vorhanden oder zu schwach |
| Größere Heizkörper | 2.000 – 5.000 € | Bei sehr kleinen Altbau-Heizkörpern |
| Neuer Warmwasserspeicher | 1.000 – 3.000 € | Wenn alter Speicher nicht passt |
| Fundamentarbeiten | 500 – 1.500 € | Für das Außengerät |
Lassen Sie sich ein Angebot geben, das alle notwendigen Arbeiten enthält. Seriöse Betriebe wie HeizCenter machen eine gründliche Vor-Ort-Besichtigung und sagen Ihnen ehrlich, was bei Ihrem Haus anfällt – bevor Sie unterschreiben.
Lohnt sich das überhaupt?
Jetzt mal Butter bei die Fische: Rechnet sich eine Wärmepumpe?
- Bis zu 70% Förderung vom Staat
- 30-50% niedrigere Heizkosten
- Keine Abhängigkeit von Gas-/Ölpreisen
- Wertsteigerung der Immobilie
- Erfüllt alle Anforderungen des GEG
- Kaum Wartungskosten
- Hohe Anfangsinvestition
- Bei schlecht gedämmten Häusern weniger effizient
- Außengerät braucht Platz
- Planungsvorlauf von 2-4 Monaten
Die Kurzversion: Mit der aktuellen Förderung amortisiert sich eine Wärmepumpe typischerweise in 8-12 Jahren. Bei einer Lebensdauer von 20+ Jahren heizen Sie dann 10 Jahre lang quasi umsonst – zumindest was die Anschaffung betrifft.
Was kostet eine Wärmepumpe bei Ihnen?
Jedes Haus ist anders. Deshalb gibt's bei uns keine Pauschalangebote – sondern eine ehrliche Beratung vor Ort. Wir sind Ihr regionaler Partner in Augsburg, Ulm und Memmingen.
Kostenlose Vor-Ort-Analyse in 3 Schritten:
- 1Besichtigung – Unser Fachmann schaut sich Ihr Haus an (ca. 45 Min.)
- 2Berechnung – Sie erhalten ein Festpreis-Angebot inkl. Förderrechnung
- 3Entscheidung – Sie entscheiden in Ruhe – ohne Verkaufsdruck
✓ Die Beratung bleibt kostenlos – auch wenn Sie sich gegen eine Wärmepumpe entscheiden.
⏰ Hinweis: Der Klimageschwindigkeits-Bonus (20% Förderung) läuft Ende 2028 aus. Wer jetzt plant, sichert sich die maximale Förderung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet eine Wärmepumpe 2026 insgesamt mit Einbau?
Eine komplett installierte Wärmepumpe kostet zwischen 27.000 und 50.000 Euro, je nach Typ. Luft-Wasser-Wärmepumpen liegen bei 27.000-40.000 Euro, während Erdwärme- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen aufgrund der Bohrkosten 40.000-50.000 Euro kosten. Im Preis enthalten sind Gerät, Installation, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme.
Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe?
Sie erhalten mindestens 30% Grundförderung über die KfW. Mit dem Klimageschwindigkeits-Bonus (20% beim Austausch von Öl/Gas/Kohle) kommen Sie auf 50%. Der Einkommensbonus (30% bei Einkommen unter 40.000 Euro) und der Effizienzbonus (5% für natürliche Kältemittel) ermöglichen maximal 70% Förderung, gedeckelt bei 21.000 Euro Zuschuss.
Was kostet eine Wärmepumpe im laufenden Betrieb pro Jahr?
Die jährlichen Betriebskosten liegen bei 1.500 bis 2.100 Euro. Davon entfallen 1.200-1.800 Euro auf Stromkosten und 150-300 Euro auf Wartung. Der Schornsteinfeger entfällt bei reiner Wärmepumpe komplett (bei Hybrid mit Gas weiterhin nötig). Im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen sparen Sie etwa 30-50% der laufenden Kosten.
Wann rechnet sich eine Wärmepumpe finanziell?
Mit der aktuellen Förderung amortisiert sich eine Wärmepumpe typischerweise in 8-12 Jahren. Bei einer Lebensdauer von über 20 Jahren profitieren Sie danach 10+ Jahre von niedrigeren Heizkosten. Die Amortisationszeit verkürzt sich bei höherer Förderung, besserer Dämmung und steigenden Gas-/Ölpreisen.
Welche Wärmepumpe eignet sich am besten für Altbau?
Für Altbauten eignen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen am besten, da sie keine aufwendigen Erdarbeiten benötigen. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Wärmepumpe im Altbau. Wichtig ist eine ausreichende Vorlauftemperatur (55-60°C) für die vorhandenen Heizkörper. Bei sehr schlecht gedämmten Häusern sollten Sie entweder die Dämmung verbessern oder größere Heizkörper einplanen. Ein hydraulischer Abgleich ist in jedem Fall Pflicht.
Wie lange dauert der Einbau einer Wärmepumpe?
Die reine Installation dauert 2-5 Tage, je nach Komplexität. Von der ersten Beratung bis zur fertigen Anlage sollten Sie einen Planungsvorlauf von 2-4 Monaten einrechnen. Das beinhaltet Vor-Ort-Besichtigung, Angebotserstellung, Förderantrag bei der KfW, Materialbeschaffung und Terminkoordination.
Welche versteckten Kosten kommen bei einer Wärmepumpe hinzu?
Häufige Zusatzkosten sind: Starkstromanschluss (500-2.000 Euro), größere Heizkörper bei sehr kleinen Altbau-Radiatoren (2.000-5.000 Euro), neuer Warmwasserspeicher (1.000-3.000 Euro) und Fundamentarbeiten für das Außengerät (500-1.500 Euro). Seriöse Anbieter klären diese Punkte bei der Vor-Ort-Besichtigung und kalkulieren sie direkt ins Angebot ein.
Kann ich die Förderung auch nachträglich beantragen?
Nein, der Förderantrag muss zwingend vor Auftragsvergabe bei der KfW gestellt werden. Wer zuerst unterschreibt und dann die Förderung beantragt, verliert den Anspruch komplett. Lassen Sie den Antrag daher von einem erfahrenen Fachbetrieb begleiten oder nutzen Sie einen Energieberater.
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